Pfeifen sammeln

Natürlich findet man in guten Pfeifensammlungen auch noch Pfeifen aus viele anderen Werkstoffen. Vor allem Kirschbaum und Meerschaum sind beliebte Materialien. Pfeifen aus dem hellen Mineral Meerschaum, die wahrscheinlich erstmals in der Türkei genutzt wurden, sind reich verziert oder gar zu plastischen Motiven verarbeitet und deshalb begehrte Stücke in jeder Pfeifensammlung. Zudem zeichnen sich die sogenannten „weißen Göttinnen“ durch ihr poröses Mineral, einem natürlichen Filter, auch mit einem besonders milden und süßen Geschmack aus.

Ohnehin hat das Material einer Pfeife einen nicht ungewichtigen Einfluss auf das geschmackliche Ergebnis beim Pfeifenrauchen. Weniger bedeutsam hingegen ist die Form einer Pfeife, sie hat vorwiegend ästhetische Aspekte. Heute gibt es bis fünfzig verschiedene Formen, deren beliebtesten und häufigsten allerdings die Billiard (eine Pfeife mit geradem Hals und Mundstück) und Bent (geschwungenes Mundstück und gebogener Hals) Pfeifen sind.

Natürlich weiß jeder Pfeifesammler, dass der Rauch auf einem langen Weg durch den Pfeifenhals oder das Mundstück deutlich abkühlt und milder wird, weshalb langstielige Lesepfeifen in der Regel als die angenehmsten Pfeifen gelten. Pfeifen werden heute zum großen Teil maschinell hergestellt, dennoch gibt es auch einige Pfeifenhäuser, die noch per Hand anfertigen. Natürlich sind die Handanfertigungen bei Sammlern beliebter und bringen die höheren Preise ein. Wenn man sich mit einem passionierten Pfeifenraucher unterhält, wird man bald über Namen wie Dunhill oder Vauen stolpern. Sie zählen ui den renommiertesten Pfeifenhersteller der Welt, deren Waren durch ausgezeichnete Verarbeitung und Holzqualität hervorstechen.

Den Wert einer Pfeife für eine Sammlung bestimmt neben dem Alter (antike Pfeifen werden natürlich sehr hoch gehandelt), oder einer möglichen Signatur sowie Limitierung vor allem die Qualität des Pfeifenkopfs. Besonders glattes Holz ohne natürliche Fehler oder interessante Maserungen steigern den Wert einer Pfeife beachtlich.

Die Tabakpfeife ist also weit mehr als ein reines Konsumobjekt. Sie ist ein geliebtes Kunstobjekt einer zur Kunstform erhobenen Rauchkunst.